Vorsitzender Bernd Vogt dankt für engagierten Kommunalwahlkampf

Um einiges länger als üblich fiel die jährliche Ansprache vom CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Bernd Vogt beim diesjährigen Grillfest der CDU Knittlingen aus. Dies war vor allem dem Umstand geschuldet, dass im Jahr 2019 Kommunalwahlen stattgefunden haben. Schon um die Mittagszeit hatten sich – den jungen Nachwuchs mitgezählt – bereits rund 60 Gäste eingefunden, darunter viele Kandidatinnen und Kandidaten. Sie konnten bei schönstem Sommerwetter eine große Auswahl von Vielem genießen, was man auf dem Grill zubereiten kann. Organisator Bruno Wilhelm durfte sich nicht nur vom Vorsitzenden lobende Worte anhören. Als besondere Gäste konnten der Ehrenvorsitzende des Stadtverbandes, Heinrich Werthwein, sowie CDU-Kreisgeschäftsführer Markus Bechtle begrüßt werden.

Bernd Vogt blickte in seiner Ansprache „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ auf die Kommunalwahlen in Knittlingen zurück. So habe die CDU in der Gesamtstadt zwar ganz geringfügig an Zehntelprozenten eingebüßt, aber insgesamt eine hohe Stimmenzahl erzielt. Das CDU-Ergebnis in Knittlingen sei das Beste im gesamten Enzkreis einschließlich Pforzheim, das habe es noch nie gegeben. Flächendeckend musste die Unionspartei allerdings Stimmverluste einstecken. Im Ortschaftsrat von Freudenstein-Hohenklingen sind dadurch gleich zwei Sitze verloren gegangen – aus vier wurden nur noch zwei: „Nur wenige Stimmen mehr hätten schon für ein drittes Mandat gereicht“. Erfreulich dagegen sei, dass die Fauststadt-CDU mit Martin Reinhardt weiterhin im Kreistag vertreten ist. Das Europawahlergebnis der Union am selben Tag bezeichnete er als „nicht berauschend“. Gegen den Internetaktivisten, der der CDU die Zerstörung gewünscht habe, hätten sich CDU und CSU energischer wehren müssen: „Da hätte die Bundespartei besser auf Zack sein müssen“.

Einen großen Teil der Rede des Knittlinger CDU-Chefs nahmen aber Dankesworte im Zusammenhang mit der Kommunalpolitik ein. Er bedankte sich besonders bei allen Kandidatinnen und Kandidaten, die sich für die Kreistags-, Gemeinderats- und Ortschaftsratswahlen zur Verfügung gestellt hatten: „Bitte bleiben Sie der CDU Knittlingen und unserer Stadt verbunden – am besten als neue CDU-Mitglieder, wenn Sie es noch nicht sind“. Annette Schäfer durfte sich über ein großes Dankeschön und ein Präsent für die Arbeit am Internet-Auftritt der CDU freuen: „Das hatten wir noch nie so gut“. Auch Philipp Bickel bekam für den Facebook-Auftritt ein Extra-Dankeschön.

Bernd Vogt bedankte sich bei den aus dem Gemeinderat und Ortschaftsrat Freudenstein-Hohenklingen ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre Arbeit und ihren Einsatz. Besonders bei Bruno Wilhelm, der zehn Jahre im Gemeinderat war. Und das mit einem Augenzwinkern: „Du bist ja erster Nachrücker.“ Großen Applaus durfte Hans Krauß einheimsen, der insgesamt satte 35 Jahre und damit mehr als die Hälfte seines Lebens in der Kommunalpolitik tätig war, was Bernd Vogt als „herausragende Leistung für das Gemeinwohl“ herausstellte. Der Vorsitzende der CDU-Gemeinderatsfraktion, Klaus Meiser, schloss sich diesem Dank nachdrücklich an: „Einen wie Hans Krauß hat bei Weitem nicht jeder in seinen Reihen“.

Großen Applaus bekam ebenso Waltraud Piechatzek, die sich nach 15 Jahren im Ortschaftsrat von Freudenstein-Hohenklingen, fünf Jahren im Gemeinderat und zehn Jahren im Amt der Ortsvorsteherin des Knittlinger Teilorts aus der Kommunalpolitik verabschiedet. Für ihr großes Engagement war sie nur wenige Tage zuvor mit der Bürgermedaille der Stadt Knittlingen geehrt worden: „Diese ganz besondere Auszeichnung hast Du redlich verdient“, so Bernd Vogt am Schluss seiner Ansprache. Dies sahen die Anwesenden genauso, wie es sich am anhaltenden Beifall zeigte. Alle Erwähnten konnten sich über symbolische Anerkennungen freuen, mal flüssig, mal blühend, mal beides oder auch in Form eines Gutscheins.

Bis in den frühen Abend stießen noch zahlreiche Gäste zum Grillfest hinzu und nutzten die Zeit zum Essen, Genießen und für zahlreiche Gespräche über die „große“ und „kleine“ Politik. Aber natürlich auch für Themen, die mit Politik rein gar nichts zu tun hatten.
L.F.

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